Über Porzellantassen und
deren Herstellung

Porzellantassen, deren Herstellung und Anforderungen an die perfekte Espressotasse.

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie eine Espresso- oder Cappuccinotasse hergestellt wird?
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Crema in manchen Espressotassen einfach nicht so recht gelingen will und in mancher Cappuccinotasse Latte Art ganz einfach gelingt, in anderen Tassen oder Kaffeebechern jedoch nicht so recht klappen will?
Was bedeuten die Bezeichnungen Hartporzellan und Steingut und wie erkenne ich eine richtig gute Espresso- oder Cappuccinotasse?

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ACF Porzellan aus Italien - hergestellt von FAC s.p.a

Mit über 50 Jahren Erfahrung produziert FAC s.p.a. in Albisola Superiore an der ligurischen Küste Italiens Porzellantassen aus hochwertigem Porzellan.
Mit der Entscheidung, ausschließlich Tassen für den professionellen Gebrauch und für Röstereien zu fertigen, wurde von FAC Design, Leidenschaft und die Hingabe zur Welt des Espresso untrennbar miteinander vereint. Das Ergebnis sind Tassen in zeitlos schönem Design mit einem Hauch von Extravaganz, die ausschließlich in Italien produziert werden. Zu finden sind sie in vielen Bars, zum großen Teil gelabelt mit den Marken bekannter Röstereien, aber auch in der Gastronomie ausserhalb Italiens.
Die verschiedenen Tassenformen werden dabei vielen Ansprüchen gerecht und sorgen durch ihr eiförmiges Design im Inneren dafür, dass sich die Crema auf dem Espresso sowohl optimal ausbilden und darauf bestehen bleiben kann, als dass auch der Zucker sich durch die Form zufriedenstellend aufzulösen vermag.
Durch die Dicke des Porzellans gehen die Tassen zum einen nicht so schnell zu Bruch. Das dickwandigere Porzellan garantiert aber v.a. die richtige Temperatur des jeweiligen Kaffeegetränks darin.
Form und Gestaltung von Henkel und Untertasse müssen dabei sowohl der notwendigen Stabilität beim professionellen Gebrauch entsprechen, als auch ergononischen Belangen gerecht werden und nicht zuletzt zum Design der Tasse passen.
Zu den einzelnen Espressotassen wurden für viele Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Milchkaffee die jeweils zum Design passenden Tassen entwickelt, die in ihrer Form wiederum den jeweiligen Kaffeegetränken gerecht werden, sich jedoch vom Grunddesign der Espressotassen nicht wesentlich unterscheiden.
Die verschiedenen Designs werden in zahlreichen Farben angeboten. Die Klassiker sind dabei sicherlich Weiss, Braun (Marrone) und Dunkelbraun (Marrone Scurro).
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Die Wahl der richtigen Tasse

Eine Espressotasse muss zum einen das richtige Volumen haben, als auch die richtige Form, damit sich in ihr die Crema optimal ausbilden kann und ausreichend lange auf dem Espresso bestehen bleibt.
Die Italiener trinken ihren Espresso gerne gezuckert. Damit sich der Zucker in der Tasse gut auflöst ist der innere Boden einer Espressotasse daher stets rund geformt.
Der Zucker würde sonst in der Tasse für den Espressolöffel am Rand unerreichbar liegen bleiben und sich nicht auflösen können.
Auch für den Cappuccino ist die Form ausschlaggebend, wenn darauf Latte Art entstehen soll. Öffnet sich der Durchmesser nicht nach oben hin, kann keine Verwirbelung beim Eingiessen des Milchschaumes entstehen. Die erhofften Muster bleiben dann trotz der richtigen Eingießtechnik und trotz perfekten Milchschaums leider aus.
In einem Kaffeebecher mit gerader und zylindrischer Form wird Latte Art bestimmt nicht gelingen, auch wenn sich diese Form großer Beliebtheit erfreut.
Das richtige Tassenvolumen der Tassen und das korrekte Präsentieren des Getränks wird bei den World Barista Championship 2010 übrigens wie folgt festgelegt:
Espressotasse: Tassenvolumen 60-90 ml mit Henkel
Cappuccinotasse: Tassenvolumen 150-180 ml mit Henkel
Beide Getränke werden korrekterweise serviert mit Untertasse, Löffel, Serviette und einem Glas Wasser.
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ACF Tassen-Modelle im Überblick:

Um Ihnen die Auswahl der richtigen Tasse zu erleichtern finden Sie hier die Größenangaben und Volumina nach Angaben des Herstellers (F.A.C.). Weitere Detailinformationen finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen der Tassen.

Tassen mit normaler Wandstärke:

ACF Modell: Form: Volumen (randvoll) Durchmesser / Höhe / Gewicht
2bis halbrund 70 ml / 2,45 fl.oz. 65 mm / 48 mm / 125 g
52 halbrund 190 ml / 6,65 fl. oz. 92 mm / 61 mm / 253 g
102 halbrund 260 ml / 9,1 fl. oz. 103 mm / 67 mm / 326 g
112 halbrund 310 ml / 10,85 fl. oz. 103 mm / 67 mm / 409 g
28 quadratisch 70 ml / 2,45 fl.oz. 64 mm / 57 mm / 140 g
78 quadratisch 160 ml / 5,6 fl. oz. 80 mm / 72 mm / 245 g
46 Tulpenform 70 ml / 2,45 fl.oz. 64 mm / 60 mm / 140 g

Tassen mit extra dicker Wandstärke:

ACF Modell: Form: Volumen (randvoll) Durchmesser / Höhe / Gewicht
46bis Tulpenform 65 ml / 2,28 fl.oz. 64 mm / 60 mm / 140 g
511 halbrund 65 ml / 2,28 fl. oz. 71 mm / 46 mm / 170 g
58 halbrund 200 ml / 7 fl.oz. 98 mm / 58 mm / 284 g
108 halbrund 280 ml / 9,8 fl.oz. 107 mm / 65 mm / 369 g

Die Wahl der richtigen Wandstärke

Viele Espressotassen werden mit hübschen Dekors angeboten, sind aus zartem Porzellan, das häufig schlank und geradlinig in der Form gefertigt ist.
Diese Tassen können jedoch leider mangels Masse weder die Wärme ausreichend speichern, noch ist darin die Cremabildung formbedingt zufriedenstellend.
Eine gute Espressotasse muss schwer sein, damit sie genug Wärme aufnehmen kann. Denn das relativ kleine Volumen eines Espresso von nur 30 ml kühlt sehr schnell ab und schmeckt dann nicht mehr. Daher werden dickwandige Espressotassen verwendet, die durch das dicke Porzellan auch mehr Masse besitzen und die Wärme besser speichern. Eine gute Espressotasse ist also sehr dick in der Wandstärke, ganz im Gegenteil zu einer guten Teetasse...
Hierbei sind aber durchaus noch Steigerungen möglich und so gibt es von ACF extrem dickwandige Espressotassen, die die typische Wandstärke des ACF Porzellans von ca. 4 mm noch um einige Millimeter übertreffen.
Eine gute Espressotasse muss wegen der Dicke des Porzellans jedoch auch sehr gut vorgewärmt werden, denn sonst entzieht sie dem Espresso erst recht die Temperatur.
Bringen Sie die Tassen daher mit heißem Wasser auf Temperatur oder machen Sie es so wie die Profi-Baristas:
Sie stellen die Tassen nicht in den Schrank, sondern wärmen die Tassen stets auf der Warmhaltefläche der Espressomaschine, die durch den darunterliegenden Kessel immer gut beheizt ist. Mit einem Tuch bedeckt, nehmen die Tassen die Wärme bis zum Gebrauch auf und halten den Espresso dann nach dem Bezug lange warm.
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Verschiedene Tassenformen

Allen Tassenformen gemeinsam ist die innere runde Form, die meist ähnlich einer Eierschale geformt ist, sodass sich die Crema auf dem Espresso gut ausbilden kann.
Je weiter der obere Durchmesser der Tasse ist, desto stabiler und reichlicher muss die Crema auf dem Espresso sein, damit sie lange genug bestehen bleibt.
Teilweise sind die Wandstärken der Tasse oben wie unten gleich dick, teilweise werden sie nach oben hin dünner.
Die Wahl der Form und der Dicke sind eine sehr individuelle Entscheidung. Nicht jeder Espressotrinker möchte dickes Porzellan an den Lippen spüren, andere sind erst dann zufrieden, wenn die Tasse auch am oberen Rand nicht nur dick, sondern extrem dick ist.
Und so gibt es eine Vielzahl an Mischformen, die jedes Tassenmodell einzigartig machen, die aber zum Glück durch Form oder Farbe gut miteinander kombinierbar sind und sich auf jedem Kaffeetisch den anderen Porzellan-Designs gut anpassen.

Die Tulpenform

Eine klassische und zugleich äußerst elegante Form ist die Tulpenform. Der relativ schmale runde Fuß öffnet sich nach oben hin zu einem deutlich größeren Durchmesser. Von ACF gibt es ein Espressotassenmodell, das diese klassische Tulpenform aufnimmt und mit einem einzigartigen Design verbindet. Der Fuß des Modells B28 ist quadratisch und öffnet sich nach oben hin zu einem runden Durchmesser. Innen besitzt diese Tasse jedoch die typische Eierschalenform.

Die zylindrische Form

Schlicht und zugleich elegant sind die zylindrischen Formen, die teilweise auch hoch und schlank im Durchmesser angeboten werden.
Bei dieser Form muss im Inneren die Form entsprechend eiförmig gewählt sein, damit sich die Crema gut ausbilden kann. Zahlreiche Tassen mit zylindrischer Form sind zwar sehr extravagant im Dekor, sie entsprechen jedoch häufig leider nicht dieser Vorgabe und so bleibt der Zucker oft für den Löffel unerreichbar in den unteren Kanten des Zylinders hängen und die Crema fällt eher dürftig aus.

Die halbkugelförmige Form

Zeitlos schön und sehr harmonisch im Design sind die halbkugelförmigen Espressotassen. Sie haben einen großen oberen Durchmesser und unterscheiden sich durch vielerlei Mischformen. Hierbei gibt es Tassen mit durchgehend gleicher Wandstärke, sodass der obere Rand eher dick ausfällt, oder der Tassenrand wird nach oben hin schmäler, sodass der obere Rand die typische Dicke erhält.
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Der Henkel

Der Henkel ist oft das I-Tüpfelchen auf dem Design der Kaffeetasse und macht die eigentliche Grundform erst zum extravaganten Einzelstück.
Manche Henkel sind sehr weit in der Öffnung, sodass auch ein dicker Finger noch hindurch passt. Andere sind extra so geformt, dass man nicht mehr hindurchgreifen kann und auch nicht soll. Der Henkel wird hierbei eher zu einer Scheibenform mit größerem oder kleinerem Loch, flacher oder dicker, bauchig oder eher konkav in der Form.

Die Untertasse

Die Untertassen selbst werden häufig ebenfalls zum Designerstück.
Die Abstellfläche der Tasse ist zum Teil nicht zentrisch in der Mitte der Untertasse, sondern nach außen hin versetzt.
Es gibt neben der häufigsten runden Untertasse auch ovale, quadratische oder eckige Untertassen.
Die Abstellfläche der Tasse ist nicht immer rund und vertieft geformt. Oft wird die eckige oder quadratische Form der Obertasse übernommen oder dieser Fläche ein leichter Rand oder gar eine Erhöhung gegeben.
So ist die Untertasse nicht nur eine schlichte Ablagemöglichkeit für Löffel, Zuckerstick und Biscotti, sondern ein wichtiges Designerstück für das Gesamtkunstwerk Espressotasse.
Diese speziellen Formen der Untertasse geben zusammen mit der jeweiligen extravaganten Henkelform den klassischen Espressotassen-Formen und deren Mischformen den einzigartigen Charakter eines jeden Tassenmodells und machen dieses unverwechselbar - auch ohne Dekor.
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Die Porzellanherstellung

Sie sitzen in Ihrem Lieblingscafe oder auch zu Hause und genießen Ihren Cappuccino aus einer dickwandigen italienischen Cappuccinotasse. Oder Sie nippen Ihren Espresso an der Bar ihres Lieblings-Italieners. Haben Sie sich dabei vielleicht auch schon mal gefragt, wie eigentlich diese Tassen hergestellt werden?
Worin unterscheidet sich eine Porzellantasse von einer aus Steingut?
Und was sind die Rohstoffe und wie funktioniert der Brennvorgang?
Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in den Arbeitsablauf bei der Herstellung am Beispiel von Cappuccinotassen geben. Sie werden erstaunt sein, welches Know-how dafür notwendig ist!

Der Ursprung des Porzellans

Eine genaue Datierung wer wann welches Porzellan hergestellt hat ist relativ schwierig. Sicher ist jedoch, dass die Ursprünge in China zu finden sind. Man geht dabei vom 7. Jahrhundert aus. Die Chinesen hielten die Herstellung von Porzellan streng geheim, d.h. über mehrere hunderte Jahre hinweg wurde die Porzellanherstellung wie ein Staatsgeheimnis gehütet.
Erst sehr viel später gelang es in Europa, Porzellan herzustellen. Zu erwähnen ist dabei das weltbekannte Meißner Porzellan. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gelang es dort erstmals, Porzellan herzustellen. Zu verdanken haben wir dies Johann Friedrich Böttger der zusammen mit Walther von Tschirnhaus das "weiße Gold" herzustellen vermochte. Natürlich wurde hier in der Nähe von Dresden ebenfalls versucht, das Geheimnis der Porzellanherstellung zu hüten, was auch für mehrere Jahrzehnte gelang.
In Italien versuchte man sich sogar schon früher an der Porzellan-Herstellung, da die Nachfrage aus den Adelshäusern Europas sehr groß war. Schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts hatten die Italiener die ersten Versuche gestartet. Allerdings war der Weg noch weit bis man die ersten Cappuccinotassen kaufen konnte.
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Rohstoffe für die Porzellanherstellung

Für die Herstellung von Cappuccinotassen aus Porzellan werden 3 wichtige Hauptbestandteile verwendet:
Mit ca. 50% wird das sogenante Kaolin benötigt, daneben noch ca. 25% Quarz und ca. 25% Feldspat.
Dies sind natürlich nur pauschale Angaben. Kein Hersteller von Tassen und Porzellan wird seine spezielle Mischung preisgeben!
Bei den Rohstoffen gilt natürlich: je reiner und hochwertiger das Ausgangsmaterial ist, desto edler wird nachher das Porzellan.
Kaolin:
Auch als Aluminiumsilikat, Porzellanton oder Porzellanerde bezeichnet, besteht es hauptsächlich aus Aluminiumoxid, sowie aus Siliziumoxid. Daneben sind je nach Abbaugebiet noch unterschiedliche Mengen an "Verunreinigungen" enthalten.
Quarz:
Chemisch betrachtet ist Quarz Siliziumoxid. Landläufig wird er als Quarzsand bezeichnet und findet neben der Porzellan- und Keramikherstellung auch großen Einsatz in der Zementindustrie und in der Glasfertigung.
Feldspat:
Der Feldspat ist ein weiteres Silikatmineral in dem unterschiedliche weitere Atome von Calcium, Natrium und Barium etc. eingeschlossen sind.
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Aufbereitung der Rohstoffe

Die Rohstoffe zur Herstellung unserer Cappuccinotassen müssen zunächst zerkleinert und z.T. aufgereinigt werden, um störende Substanzen wie z.B. Eisenoxid zu entfernen.
In Trommelmühlen werden die Ausgangsstoffe pulverisiert und entsprechend gemischt.
Hier können jetzt auch noch Additive und verschiedene andere Stoffe (z.B. Quarz und Schmelzmaterialen) beigemischt werden, die zum einen für die Bearbeitung, als auch für das spätere Produkt, in diesem Fall unsere Cappuccinotassen, wichtig sind.

Anfertigung eines Tassen-Rohlings

Während bei der Herstellung von Tellern ein Drehautomat verwendet wird, werden Tassen im Allgemeinen durch das Gießverfahren (Schlickerguß) hergestellt. Das bedeutet: das mehr oder weniger flüssige Rohporzellan wird in einen Negativabdruck der Cappuccinotassen eingefüllt und erhält dadurch seine Form.
Oftmals werden dazu zweiteilige Formen aus Gips verwendet, um nach dem Brand die Cappuccinotasse leichter aus Ihrer Form zu bekommen.
Nach einer ausreichenden Ruhezeit werden die Tassen-Rohlinge aus der Form entnommen und ihre Henkel können mit einer dicken Porzellanmasse angeklebt werden.

Brennen der Cappuccinotassen

Nachdem die Cappuccinotassen etwas vorgetrocknet sind, können Sie aus Ihrer Form genommen und in den Brandofen gebracht werden.
Nach dem ersten Brand bei 900-1000 Grad Celsius über 18 bis 20 Stunden hinweg, dem sogenannten Schrühbrand, ist die Oberfläche der Cappuccinotassen noch recht rau, porös und sehr empfindlich.
Eine Glasur könnte jetzt aufgebracht werden. Sie hält auf der porösen Oberfläche besonders gut.
Nun folgt der sogenannte Glattbrand. Bei Temperaturen von bis zu knapp 1500°C (die Brenntemperatur ist abhängig von der Art des Porzellans) wird den Cappuccinotassen jetzt über 25-30 Stunden lang ordentlich eingeheizt und das Porzellan sintert, d.h. um es einfach auszudrücken, es schmilzt und gibt eine kompakte Masse.
Beim Glattbrand schrumpfen die Cappuccinotassen, was bedeutet, dass sich ihr Volumen verkleinert.
Das Anbringen eines Dekors auf die Cappuccinotassen erfolgt nach dem Glattbrand. Dabei werden ggf. Folien aufgebracht oder die Tassen werden handbemalt.
Abschließend ist dann noch ein Dekorbrand von 800-900°C nötig. Interessant ist hierbei, dass sich die aufgetragenen Farben während des Dekorbrands stark verändern können. Die endgültige Farbe ist also erst nach dem Brennen zu sehen - das benötigt viel Erfahrung und Geschick, um die gewünschten Farben vorherzusehen.
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Hartporzellan und Weichporzellan

Oftmals ist vom sogenannten Hartporzellan die Rede. Dieses unterscheidet sich vom sogenannten Weichporzellan zum einen vom verwendeten Mengenverhältnis der drei oben genannten Rohstoffe Kaolin, Quarz und Feldspat.
Bei Hartporzellan werden deutlich mehr Anteile an Kaolin verwendet (50 % Kaolin, jeweils 25 % Quarz und Feldspat),
bei Weichporzellan ein etwas größeres Verhältnis an Quarz im Vergleich zu den anderen beiden Rohstoffen (40 % Quarz, jeweils 30 % Kaolin und Feldspat).
Sie unterscheiden sich ausserdem in ihrer Brenntemperatur.
Die Bezeichnung beider Porzellanarten sagt jedoch keinesfalls etwas über deren Härte aus!

Steingut

Glas ist eine sogenannte "unterkühlte Schmelze", weshalb Glas auch durchsichtig ist. Seine kristalline Struktur hat das Glas nicht ausgebildet. Die kristalline Struktur erhält das Glas erst dann, wenn es zu Boden fällt und zerbricht und dabei seine Transparenz verliert.
Ähnlich ist es beim Porzellan. Der Feldspat im Porzellan schmilzt zwar während des Brennens, kristallisiert im Anschluss daran jedoch nicht aus.
Dadurch sind sehr dünne Porzellangegenstände (v.a. die typischen, sehr dünnen chinesischen Teetassen) leicht durchscheinend bis halbtransparent.
Steingut hingegen enthält andere Keramiken, die nach dem Brennen zu einem kristallinen Gefüge abkühlen und daher auch nicht durchscheinend oder transparent werden können.
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