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Porzellanherstellung und Porzellanarten:
Porzellanherstellung bei Ancap Porzellan

Porzellanherstellung bei Ancap Porzellan: Ursprünge der Porzellanherstellung, Rohstoffe für die Porzellanherstellung, Einzelschritte der Porzellanherstellung, Beispiele für die Porzellanherstellung

Porzellanherstellung

Informationen zur Porzellanherstellung Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie eigentlich Kaffeetassen oder typisch italienische Espressotassen hergestellt werden? Worin unterscheidet sich eine Porzellantasse von einer aus Steingut? Was unterscheidet Meißner Porzellan von italienischem Porzellan oder Majolika? Was sind Keramik und was bedeutet Fayence? Was sind die Rohstoffe für die Porzellanherstellung und wie funktioniert der Brennvorgang? Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in den Arbeitsablauf bei der Herstellung am Beispiel von Cappuccinotassen geben. Sie werden erstaunt sein, welches Know-how dafür notwendig ist und gleichzeitig noch ein paar verwandte Fachbegriffe erklären.
Das abgebildete "Hochstapelgeschirr" stammt übrigens von Nick Roericht, der von 1955 bis 1959 an der Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) studierte. Die Anregung für ein vorbildlich gestaltetes Geschirr für die Hochschulmensa fand bei der Firma Rosenthal auf Gehör und die Stapeltassen wurden erstmals auf der Hannovermesse im April 1961 präsentiert. Sie wurden nun auch in die ständige Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen. (Quelle: www.ulm.de/kultur_tourismus)

Die Ursprünge der Porzellanherstellung

Eine genaue Datierung wer wann welches Porzellan hergestellt hat ist relativ schwierig. Sicher ist jedoch, dass die Ursprünge in China zu finden sind. Man geht dabei vom 7. Jahrhundert aus. Die Chinesen hielten die Herstellung von Porzellan streng geheim, d.h. über mehrere hunderte Jahre hinweg wurde die Porzellanherstellung wie ein Staatsgeheimnis gehütet.
Erst sehr viel später gelang es in Europa, Porzellan herzustellen. Zu erwähnen ist dabei das weltbekannte Meißner Porzellan. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gelang es dort erstmals, Porzellan herzustellen. Zu verdanken haben wir dies Johann Friedrich Böttger der zusammen mit Walther von Tschirnhaus das "weiße Gold" herzustellen vermochte. Natürlich wurde hier in der Nähe von Dresden ebenfalls versucht, das Geheimnis der Porzellanherstellung zu hüten, was auch für mehrere Jahrzehnte gelang.
In Italien versuchte man sich sogar schon früher an der Porzellan-Herstellung, da die Nachfrage aus den Adelshäusern Europas sehr groß war. Schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts hatten die Italiener die ersten Versuche gestartet. Allerdings war der Weg noch weit bis man die ersten Cappuccinotassen kaufen konnte.

Rohstoffe für die Porzellanherstellung

Für die Herstellung von Cappuccinotassen aus Porzellan werden drei wichtige Hauptbestandteile verwendet: Kaolin (~50%)
Auch als Aluminiumsilikat, Porzellanton oder Porzellanerde bezeichnet, besteht es hauptsächlich aus Aluminiumoxid, sowie aus Siliziumoxid. Daneben sind je nach Abbaugebiet noch unterschiedliche Mengen an "Verunreinigungen" enthalten.

Quarz (~25%)
Chemisch betrachtet ist Quarz Siliziumoxid. Landläufig wird er als Quarzsand bezeichnet und findet neben der Porzellan- und Keramikherstellung auch großen Einsatz in der Zementindustrie und in der Glasfertigung.

Feldspat(~25%)
Der Feldspat ist ein weiteres Silikatmineral in dem unterschiedliche weitere Atome von Calcium, Natrium und Barium etc. eingeschlossen sind.

Die Angaben der jeweiligen Rohstoffanteile sind natürlich nur pauschale Angaben. Kein Hersteller von Tassen und Porzellan wird seine spezielle Mischung preisgeben!
Bei den Rohstoffen gilt ausserdem: je reiner und hochwertiger das Ausgangsmaterial ist, desto edler wird nachher das Porzellan.

Aufbereitung der Rohstoffe

Die Rohstoffe zur Herstellung unserer Cappuccinotassen müssen zunächst zerkleinert und z.T. aufgereinigt werden, um störende Substanzen wie z.B. Eisenoxid zu entfernen.
In Trommelmühlen werden die Ausgangsstoffe pulverisiert und entsprechend gemischt.
Hier können jetzt auch noch Additive und verschiedene andere Stoffe (z.B. Quarz und Schmelzmaterialen) beigemischt werden, die zum einen für die Bearbeitung, als auch für das spätere Produkt, in diesem Fall unsere Cappuccinotassen, wichtig sind.

Anfertigung eines Tassen-Rohlings

Tassenproduktion bei Ancap Porzellan Während bei der Herstellung von Tellern und Untertassen ein Drehautomat verwendet wird, werden Tassen im Allgemeinen durch das Gießverfahren (Schlickerguß) hergestellt.
Das bedeutet: das mehr oder weniger flüssige Rohporzellan wird in einen Negativabdruck der Cappuccinotassen eingefüllt und erhält dadurch seine Form.
Oftmals werden dazu zweiteilige Formen aus Gips verwendet, um nach dem Brand die Cappuccinotasse leichter aus Ihrer Form zu bekommen.

Nach einer ausreichenden Ruhezeit werden die Tassen-Rohlinge aus der Form entnommen und ihre Henkel können mit einer dicken Porzellanmasse angeklebt werden.

Negativ-Formen für die Porzellanfertigung

Negativ-Formen für die Porzellan-Fertigung bei Ancap Porzellan Für die Herstellung von Porzellangegenständen werden häufig Negativ-Formen angefertigt, in die das flüssige Rohporzellan eingegossen wird.

Die Form besteht aus einem Ober- und einem Unterteil, die zusammen einen Negativabdruck des zu fertigenden Gegenstandes ergeben. Als Material wird häufig Gips verwendet.

Die Abbildung links zeigt Negativ-Formen der Firma Ancap für die Produktion von Porzellandeckeln.

Die Herstellung einer Obertasse

Die Herstellung einer Tasse in der Porzellan-Fertigung bei Ancap Porzellan Um Tassen herzustellen werden zunächst die Rohlinge in einer Form gegossen. Ist das Porzellan ausreichend fest geworden, kann der Griff angebracht werden.

Dies geschieht von Hand und es erfordert viel Übung und Präzision, damit die Henkel auch wirklich senkrecht und immer in der richtigen Höhe angebracht werden.

Auch muss der Übergang zwischen Griff und Henkel sauber erfolgen. Porzellanreste an der Seite oder direkt am Griff stören beim späteren Halten der Tasse. Wird der Griff nicht fest genug angedrückt, können Spalte entstehen, die zum einen nicht hübsch aussehen und zum anderen die Gefahr bergen, dass hier der Griff im späteren Gebrauch abbrechen könnte.

Fertigung des Griffs einer Obertasse

Griff einer Tasse - Porzellanfertigung bei Ancap Porzellan Vor dem Anbringen des Griffs werden die Kanten nochmals überarbeitet und die Form des Griffs überprüft.

Das Bild aus der Produktion von Ancap Porzellan zeigt, wie die Innenseite des Griffs nochmals überarbeitet wird, sodass keine scharfen Kanten oder Porzellankrümel das spätere Halten des Griffs stören kann.
Auch die Stirnseiten des Griffs, die an der Tasse aufgesetzt werden müssen plan und sauber sein.

Fertigung einer Porzellankanne

Fertigung einer Porzellankanne bei Ancap Porzella> Porzellankannen werden ebenfalls mit einer Negativ-Form gegossen.

Auch hier wird in Handarbeit der Griff angebracht und nochmals überarbeitet, wie Sie es im Bild aus dem Werk des Porzellanherstellers Ancap sehen können.

Die Porzellanrohlinge sind dabei schon recht stabil, sind jedoch weiterhin noch anfällig gegen Dellen, Scharten und Porzellankrümel.

Fertigung eines Espressokochers aus Porzellan

Fertigung eines Porzellan-Espressokochers bei Ancap Porzellan> Ancap Porzellan fertigt auch Espressokocher mit einem Porzellanoberteil.

Dieses wird ebenfalls mit einer Negativ-Form gegossen und nach ausreichendem Aushärten wird der Griff angebracht. Der passende Porzellandeckel wird separat gegossen.

Der untere Teil des Espressokochers besteht jedoch aus Edelstahl.

Das Innere des Espressokochers muss nochmals überarbeitet werden, damit keine Porzellanreste im Ausguss bzw. im Überlauf haften bleiben und auch der Boden muss frei von Porzellankrümeln sein.

Fertigung von Porzellan-Untertassen

Fertigung von Porzellan-Untertassen bei Ancap Porzellan Porzellan-Untertassen werden meistens mit einer Drehscheibe gefertigt. Auf einer entsprechende Negativ-Form wird das Rohporzellan aufgebracht und dann in die gewünschte Dicke gebracht.

Das Lösen der fertig geformten Untertasse muss vorsichtig und nach einer kurzen Ruhezeit erfolgen, da die Untertasse sonst nicht plan wird und wackelt.

Die Herstellung von runden Untertassen, bei denen die Stellfläche mittig angeordnet ist, ist folglich sehr viel einfacher, als eine Untertasse zu fertigen, deren Stellfläche nicht exakt in der Mitte angeordnet ist oder deren Form nicht rund, sondern z.B. oval ist.

Brennen der Cappuccinotassen

Auftragen des Dekors bei Ancap Porzellan Nachdem die Cappuccinotassen etwas vorgetrocknet sind, können Sie aus Ihrer Form genommen und in den Brandofen gebracht werden.

Nach dem ersten Brand bei 900-1000 Grad Celsius über 18 bis 20 Stunden hinweg, dem sogenannten Schrühbrand, ist die Oberfläche der Cappuccinotassen noch recht rau, porös und sehr empfindlich.

Eine Glasur könnte jetzt aufgebracht werden. Sie hält auf der porösen Oberfläche besonders gut.

Glattbrand von Cappuccinotassen

Nun folgt der sogenannte Glattbrand. Bei Temperaturen von bis zu knapp 1500°C (die Brenntemperatur ist abhängig von der Art des Porzellans) wird den Cappuccinotassen jetzt über 25-30 Stunden lang ordentlich eingeheizt und das Porzellan sintert (Sintern), d.h. um es einfach auszudrücken, es schmilzt und gibt eine kompakte Masse.
Beim Glattbrand schrumpfen die Cappuccinotassen, was bedeutet, dass sich ihr Volumen verkleinert.

Aufbringen des Dekors bei bunten Tassen

Brennen von bunten Tassen bei Ancap Porzellan Das Anbringen eines Dekors auf die Cappuccinotassen erfolgt nach dem Glattbrand. Dabei werden ggf. Folien aufgebracht oder die Tassen werden handbemalt.

Abschließend ist dann noch ein Dekorbrand von 800-900°C nötig. Interessant ist hierbei, dass sich die aufgetragenen Farben während des Dekorbrands stark verändern können.

Die endgültige Farbe ist also erst nach dem Brennen zu sehen - das benötigt viel Erfahrung und Geschick, um die gewünschten Farben vorherzusehen.

Porzellanarten

Porzellan ist eine Unterklasse der Klasse des Sinterzeugs. Diese Unterklasse wird nochmals in Hartporzellan und in Weichporzellan unterschieden. Feldspatporzellan ist ein sehr bruchfestes und hitzebeständiges Porzellan, das v.a. italienische Porzellanhersteller wie FAC (siehe ACF Porzellan von F.A.C.) oder Ancap aus Italien verwenden. Bone China ist z.B. eine in England entwickelte spezielle Porzellanvariante, die durch die Beimischung von Knochenasche eine besonders hohe Transparenz und hohe Festigkeit erhält besonders strahlend glänzt. Fayence gilt zu den sogenannten unechten Porzellanen oder zum Halbporzellan. Dentalporzellan ist eine spezielle Porzellanart und sprichwörtlich in vieler Munde. Es besteht aus einer Mischung aus 80 % Kaolin, 5 % Feldspat und weiteren Beimischungen und hat eine hohe Transparenz. Doch was sind diese einzelnen Porzellanarten genau?

Hartporzellan und Weichporzellan

Oftmals ist vom sogenannten Hartporzellan die Rede. Dieses unterscheidet sich vom sogenannten Weichporzellan zum einen vom verwendeten Mengenverhältnis der drei oben genannten Rohstoffe Kaolin, Quarz und Feldspat.
Beim Hartporzellan werden deutlich mehr Anteile an Kaolin verwendet (50 % Kaolin, jeweils 25 % Quarz und Feldspat),
beim Weichporzellan ein etwas größeres Verhältnis an Quarz im Vergleich zu den anderen beiden Rohstoffen (40 % Quarz, jeweils 30 % Kaolin und Feldspat).
Sie unterscheiden sich ausserdem in ihrer Brenntemperatur.
Die Bezeichnung beider Porzellanarten sagt jedoch keinesfalls etwas über deren Härte aus!

Steingut

Glas ist amorph bzw. eine sogenannte "unterkühlte Schmelze", weshalb Glas auch durchsichtig ist. Seine kristalline Struktur hat das Glas nicht ausgebildet. Die kristalline Struktur erhält das Glas erst dann, wenn es zu Boden fällt und zerbricht und dabei seine Transparenz verliert.
Ähnlich ist es beim Porzellan. Der Feldspat im Porzellan schmilzt zwar während des Brennens, kristallisiert im Anschluss daran jedoch nicht aus.
Dadurch sind sehr dünne Porzellangegenstände (v.a. die typischen, sehr dünnen chinesischen Teetassen) leicht durchscheinend bis halbtransparent.
Steingut hingegen enthält andere Keramiken, die nach dem Brennen zu einem kristallinen Gefüge abkühlen und daher auch nicht durchscheinend oder transparent werden können.
Steingut wurde im 18. Jahrhundert in England erfunden und umfaßt eine Gruppe keramische Erzeugnisse mit porösen Scherben (Kalksteingut oder Weichsteingut, Feldspatsteingut oder Hartsteingut, Mischsteingut). Durch die kostengünstige Herstellung und die dem Porzellan sehr ähnlichen Gebrauchseigenschaften ist Steingut auch heute noch sehr beliebt. Verglichen mit Porzellan ist Steingut jedoch deutlich stoßempfindlicher. Die Rohstoffe für Steingut sind Ton, Quarz und Feldspat, evtl. auch andere Mineralien wie z.B. Calcit. Gebrannt wird bei niedrigeren Temperaturen als beim Sinterzeug, nämlich bei 970-1320°C. Der Scherben ist weiß oder hell Rotbraun und im Gegensatz zum Steinzeug ist Steingut - aufgrund der fehlenden Versinterung (Sintern) - nicht wasserdicht. Auf Steingut wird daher immer eine Glasur (zweiter Brand bei ca. 100 C) aufgetragen, die durchsichtig und oft auch bleihaltig ist.

Steinzeug

Steinzeug wird häufig mit Steingut verwechselt, denn der Name klingt recht ähnlich. Die Materialien unterscheiden sich jedoch sehr deutlich. Steinzeug gehört zur Klasse des Sinterzeugs, ist also versintert (Sintern) und daher wasserundurchlässig. Der Scherben des Steinzeugs ist ausserdem dunkler und auch härter als die von Steingut. Steinzeug wird v.a. für Tafelgeschirr verwendet, aber auch für Waschgeschirre, Vorratsdosen und Brotkästen und seit dem 19. Jahrhundert auch Wandfliesen.
Eine weitere Untergruppe ist das Feinsteinzeug. Dieses zeichnet sich durch eine noch geringere Wasseraufnahme aus, ist feiner in der Glasur und v.a. frostbeständig. Auch unglasiert ist Feinsteinzeug sehr abriebsbeständig und sehr bruchfest - ein toller Bodenbelag also. Mit einer Glasur verbessern sich Bruchfestigkeit und Frostunempfindlichkeit noch weiter.

Keramik

Der Begriff Keramik stammt aus dem Altgriechischen und ist die Bezeichnung für Tonminerale bzw. für die durch Brennen dieser Tonminerale erzeugten formfesten Gegenstände. Untergruppen der Keramik sind u.a. Irdenware, Steingut und Steinzeug, Glaskeramik sowie Porzellan. Ein bekannter Markenname für Glaskeramik ist Ceran, welches seit 1973 produziert wird. Ceran ist der Markenname für Glaskeramikkochfelder der Schott AG in Mainz.
Keramik als Töpferware aus Ton gibt es schon seit sehr langer Zeit. Funde in Japan werden auf 13.000 v. Chr. datiert, die möglicherweise ältesten Keramikfunde stammen aus China, datiert auf ein Alter von bis zu 20.000 Jahren. Im Nildelta gibt es Keramik seit etwa dem 9. Jahrtausend v. Chr., in Mali sogar seit dem 10. Jahrtausend v. Chr.
Keramik war zunehmend in den Kulturen der Jungsteinzeit verbreitet. Als zerbrechlicher Transportbehälter waren Keramikgefäße zunächst ungeeignet, doch mit dem zunehmenden Sesshaftwerden verbesserten Keramikgefäße damals die Möglichkeit der Vorratshaltung und nahmen an Beliebtheit zu. Heute spielen solche keramischen Funde v.a. für die Archäologie eine große Rolle für die genaue Datierung und Zuordnung der Fundstellen.

Fayence

Der Begriff Fayence ist die französische Ableitung der italienischen Stadt Faenza und beschreibt kunsthandwerklich hergestellte, nicht gesinterte Keramik (Sintern). Scherben von Fayence sind daher auch porös, von gelblich-grauer, rötlicher oder bräunlicher Farbe. Fayencearbeiten werden mit einer weißen, deckenden Glasur überzogen und sind blau oder mehrfarbig bemalt. Farbige Glasuren sind eher selten.

Sintern

Unter Sintern versteht man ein Verfahren zur Verdichtung des Materials unter erhöhtem Druck und unterhalb der Schmelztemperatur der Hauptkomponenten, bei dem die Gestalt des Werkstückes erhalten bleibt.

Majolika

Spanische und italienische zinnglasierte Tonwaren werden als Majolika bezeichnet. Darunter versteht man farbig bemalte zinnglasierte italienische Keramik des 15. und 16. Jahrhunderts, im weiteren Sinne auch viele andere Arten farbig glasierter Tonware.

Terrakotta

Der Begriff Terrakotta stammt aus dem Italienischen (terra cotta = gebrannte Erde) und bezeichnet unglasierte keramische Produkte und Tonwaren. Der für diese Keramik typische rötlich-erdige Farbton ist auch eine Farbbezeichnung geworden. Rohstoff für Terrakotta ist eisenhaltiger (und dadurch roter), aber auch kalkhaltiger (und dadurch gelblicher) Ton. Terrakotta-Gegenstände sind wasserfest und frostunempfindlich. Die Herstellung ist sehr einfach, da ein nur einmal bei sehr niedrigen Temperaturen (900-1000!C) gebrannt werden muss und die Rohstoffe ist in großen Mengen verfügbar. Daher ist dieses Material einer der ältesten Werkstoffe der Kulturgeschichte.
Das wohl bekannteste Terrakotta-Werk ist die Terrakotta-Armee in der Nähe der zentralchinesischen Stadt Xi'an. Das Mausoleum, eine der größten Grabbauten der Welt, ist eine frühchinesische Grabanlage (ca. 210 v. Chr.) für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shihuángdì und ist bekannt für seine Soldatenfiguren, die alle ganz individuelle Züge zeigen. Sehr bekannt ist die Siena-Terrakotta. Es gibt jedoch auch die Impruneta-Terrakotta, welche aus den besonders Aluminium-, Kupfer- und Eisenoxidhaltigen Tonvorkommen des italienischen Örtchens Impruneta gefertigt wird. Durch die besonders hohen Brenntemperaturen ist Impruneta besonders Frostbeständigkeit - aber auch deutlich teurer. frostfest ist.


Quelle:
Wikipedia, Ancap.it
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