Kaffee-Sorten


Von Arabica und Robusta und speziellen Bohnensorten

Die Kaffee-Arten

Kaffee ist ein Strauchgewächs, von dem es sehr viele Arten gibt. Kaffee gehört zur Gattung Caffea und wächst in den Tropenzonen von Asien, Afrika und Amerika.
Coffea-Pflanzen der Gattung Arabica können 5 Meter hoch werden, die Sträucher des Robusta-Kaffees sogar bis zu 12 Meter. Für eine bessere Ernte in den Plantagen werden die Sträucher jedoch nur bis zu drei Meter hoch gehalten.
Es gibt die Sorten Coffea Arabica, Coffea Liberica, Coffea Excelsa und Coffea Canephora.

Arabica, Robusta und Arabusta

Arabica-Kaffee

Coffea Arabica oder Arabica Kaffee wird von allen Arten am meisten geschätzt und macht 75 % der Weltproduktion aus.
Arabica Kaffee ist sehr empfindlich und zieht das Klima höherer Lagen vor. Auf die Wärme und Feuchtigkeit der tropischen Zonen reagiert diese Kaffeesorte eher empfindlich und wächst daher bevorzugt über 900 Meter ü.d.M.
Je höher das Anbaugebiet, desto besser wird der Geschmack dieser Kaffeesorte als Röstkaffee. In Verbindung mit Arabica Kaffee wird daher häufig auch von Hochlandkaffee gesprochen.
Die ungerösteten Kerne des Arabica-Kaffee sind als naturbelassener Kaffee grünlichgelb, als gewaschener Kaffee blaugrün und in der Form länglich bis eiförmig mit einer schmalen und gewundenen Kerbe.
Es gibt noch weitere Arabica-Sorten:
Den Mokka, kleine geschmacksintensive Kerne,
den Bourbon aus der brasilianischen Region Santos oder aus Kenia und
den Maragogype mit sehr dicken Kernen, der heute in Kolumbien, Guatemala, Salvador und Mexiko angebaut wird, jedoch ursprünglich aus Bahia in Brasilien kommt.

Robusta-Kaffee

Coffea Canephora ist besser bekannt als Robusta Kaffee. Robusta ist die zweite Kaffeeart, die wirtschaftlich von Bedeutung und ebenfalls weit verbreitet ist.
Die als minderwertiger betrachtete Qualität des Robusta wird seit einigen Jahren durch Neuzüchtungen verbessert, indem man ihn mit der Arabica-Sorte kreuzt. Die dadurch entstandene Art nennt sich Arabusta.
Die Kaffeesorte des Robusta reagiert weniger empfindlich auf das tropische Klima und wächst durch seine Widerstandsfähigkeit in Lagen von 200 bis 300 Meter ü.d.M. Diese Lagen sind auch für die Bearbeitung der Plantagen wesentlich angenehmer, doch leider wirkt sich das auf den Geschmack des daraus gewonnenen Kaffees aus. Zwar erhält der Kaffee durch Robusta-Anteil mehr Körper, doch nimmt auch der bittere und adstringierende (zusammenziehende) Geschmack zu.
Die ungerösteten Kerne sind als naturbelassener Kaffee bronzefarben, als gewaschener Kaffee grün und in der Form rundlich mit einer geraden Kerbe.
Es gibt noch weitere Robusta-Sorten:
Die ersten Robusta-Pflanzen kamen aus Indonesien mit dem Namen Palembang.
Aus Madagaskar stammen die Sorten Kouilou und Congonisis

Arabusta-Kaffee

Seit einigen Jahren wird durch Neuzüchtungen die Qualität des Robusta Kaffees verbessert, indem er mit der Arabica-Sorte gekreuzt wird. Die dadurch entstandene Art nennt sich Arabusta


Spezielle Arabica-Kaffeesorten

Bourbon

Aus den Blüten des Kaffeestrauches entstehen Beeren, die Kaffeekirschen. Bei voller Reife sind sie rot gefärbt. Einzig beim Bourbon-Kaffee ist die reife Kaffeekirsche gelb. Der Bourbon wächst in Kenia, aber auch in Brasilien. Der Kaffee aus der Region Santos hebt sich hier geschmacklich besonders hervor. Bestimmt haben Sie schon einmal die Kaffee-Bezeichnung Brasilien yellow Bourbon gehört.

Maragogype

Die Kaffeesorte Maragogype wurde benannt nach einer Stadt in Brasilien. Maragogype ist eine sehr milde, säurearme und daher magenschonende Kaffeesorte. Sie findet daher hauptsächlich in Kaffeemischungen für die Zubereitung als Brühkaffee oder Filterkaffee Verwendung. In Espressomischungen wird sie eher selten verwendet.
Diese Kaffeesorte wird auch als Elefantenbohne bezeichnet, da sie sehr große Kaffeebohnen entwickelt.
Anbaugebiete dieser Kaffeesorte sind v.a. Mexiko und Nicaragua. Als das beste Anbaugebiet für den Maragogype gilt die Region Chiapas.
Verglichen mit anderen Kaffeesorten ist die Röstung der Maragogype Bohnen im Vergleich eher hell.

Mokka

Mokka ist eine der vielen Arabica-Sorten. Es handelt sich dabei um kleine geschmacksintensive Kerne, deren Name sich von der einst blühenden jemenitischen Hafenstadt al-Mucha (englisch Mocha) am Roten Meer ableitet. Von dort wurde früher der Kaffee verschifft, denn die Kaffeepflanze hat vermutlich im Hochland Jemens seine Heimat.
Ursprünglich war Mokka die Bezeichnung für eine Kaffeesorte aus Äthiopien, sehr kleine Kaffeebohnen mit viel Säure.
Die ursprüngliche Bedeutung des sortenreinen Mokka ist heute kaum noch bekannt und man versteht unter Mokka heute eine - regional verschiedene - Zubereitungsart von Kaffee.
In Deutschland steht Mokka für den türkischen Kaffee bzw. für den arabischen Mokka.
In Österreich ist ein Mocca ein schwarzer Kaffee, der mit einem Espresso verglichen werden kann. Mit Mokka sind heute also eher Kaffeemischungen - und keine sortenreine Kaffeesorte gemäß der ursprünglichen Bedeutung - gemeint.


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