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Die Heimat des Espresso ist Italien. Die Italiener nennen ihn jedoch caffè und daher dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie
an einer italienischen Bar einen Espresso serviert bekommen, nachdem Sie einen Kaffee bestellt hatten.
Der Espresso wird in kleinen Schlucken aus dickwandigen Tassen (meist gut gesüßt), oder in seinen typischen Variationen getrunken.
Als
Caffè macchiato zum Beispiel, oder als
Espresso doppio, mit Milchschaum als
Cappuccino oder als
Latte Macchiato.
Allen gemeinsam ist der perfekte italienische Espresso, der ihnen als Grundlage dient.
Der Espresso ist ein konzentrierter Kaffee, bei dem heißes Wasser mit hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl gepreßt wird.
Er enthält in seiner Gesamtmenge deutlich weniger Coffein als eine gewöhnliche Tasse Filterkaffee und
zeichnet sich durch eine dichte und idealerweise haselnussbraune Schaumschicht aus: die sogenannte
Crema.
Diese trägt entscheidend zum Aroma des Espresso bei und bindet einen Großteil der Espresso-Aromen.
Sie entsteht v.a. durch den Anteil der Robusta-Bohnen (meistens 20% oder 30 %, teilweise auch bis zu 40%) in der typischen
Espresso-Mischung.
Der Begriff Expresso wird häufig als falsche Schreibweise von Espresso verwendet.
Espressobohnen sind dunkler geröstete Kaffeebohnen, die für die Zubereitung in der Siebträger-Espressomaschine geeignet sind.
Der klassischen italienischen Espressomischung wird dabei ein gewisser Anteil (20% bis 50%) Robustabohnen zugemischt, damit der
Espresso seine Würze und die typische Crema erhält.
Es gibt jedoch auch sortenreinen Espresso. Verschiedene Espressosorten finden Sie in unserem Online-Shop unter
Kaffee und Espresso
- auch zum Ausprobieren in verschiedenen
Probiersets.
Espressi ist die italienische Mehrzahl (Plural) für Espresso. Wenn Sie an einer italienischen Kaffee Bar "due caffè"
bestellen, bekommen Sie wie gewünscht zwei Espressi serviert. Espressi aus unserem Sortiment für die Kaffee Bar zu Hause
finden Sie in unserem Kaffee Shop unter
Kaffee und Espresso, auch als
Espresso-Probierset.
Geschmack und Crema des perfekten Espresso
Der Geschmack des Espresso und das Aussehen der Crema hängen entscheidend von seiner Zubereitung ab.
Nur wenn der Mahlgrad und die Menge des Kaffeemehls stimmen, der richtige Anpressdruck im Filterträger
(beim sogenannten Tampern) gewählt wurde,
ergibt sich der richtige Brühdruck für die Kaffeeextraktion. Für einen perfekten Espresso muss jedoch auch die
Brüh-Temperatur des Wassers und die Wassermenge, die für die Extraktion verwendet wird (also die Extraktionszeit)
optimal gewählt werden.
Nur wenn alle diese Faktoren stimmen, kann aus den Espressobohnen, deren optimale Mischung und Röstung vorausgesetzt,
der perfekte Espresso entstehen.
Die Farbe und die Beschaffenheit der Crema sagen auch viel über die gelungene oder fehlerhafte Zubereitung des Espresso aus:
- bei
zu wenig oder zu heller Crema war das Kaffeemehl möglicherweise
zu grob gemahlen
(frische Kaffeebohnen setzen wir voraus).
- bei
zu heller Crema kann zudem die
Brühtemperatur zu niedrig gewesen sein.
Der Espresso wird dann auch etwas sauer im Geschmack.
- bei
zu dunkler Crema waren die Bohnen
zu fein gemahlen und evtl. wurde auch die
Brühtemperatur zu hoch gewählt.
Der Espresso wird dann ebenfalls etwas bitter im Geschmack.
- bleibt die
Crema nur kurz bestehen, so war die
Tasse zu wenig vorgewärmt oder der
Brühdruck zu gering.
Selbst bei einer hervorragenden Espressomischung und frischen Espressobohnen kann der Espresso im Geschmack sehr unterschiedlich
ausfallen, wenn einer der Faktoren bei der Zubereitung nicht optimal getroffen wurde:
Bitter schmeckender Espresso
Ein
bitter schmeckender Espresso kann folgende Fehlerquellen haben:
- eine
zu hohe Brühtemperatur - das Kaffeemehl verbrennt zum Teil während der Extraktion und wird dadurch bitter
- das verwendete
Kaffeemehl war zu fein gemahlen oder es wurde zuviel Kaffeemehl verwendet: das Kaffeemehl quillt während
der Extraktion auf und kommt dann an das heiße Duschesieb der Brühgruppe und verbrennt daran. Durch beide Faktoren wird
- der
Brühdruck zu hoch: der Widerstand des Kaffeepuks wird durch die feine Körnung oder die zu große Menge an Kaffeemehl
zu groß und dadurch verbrennt das Kaffeemehl während der Extraktion zum Teil und der Espresso wird dadurch bitter
- die
Extraktionszeit wurde zu lange gewählt - durch die längere und dunklere Röstung der Espressomischungen werden die störenden und den
Magen belastenden Säuren der Bohnen zu Bitterstoffen abgebaut. Diese werden bei der optimalen Extraktionszeit nicht extrahiert. Doch
bei einer Extraktionszeit von mehr als den als optimal angesehenen 25 Sekunden werden sie aus dem Kaffeemehl herausgelöst und machen den
Espresso bitter. Ein
langer Kaffee (Caffè lungo) sollte daher mit heißem Wasser verlängert werden, anstatt ihn länger in der
Espressomaschine zu extrahieren.
Sauer schmeckender Espresso
Ein
sauer schmeckender Espresso kann folgende Fehlerquellen haben:
- eine
zu niedrige Brühtemperatur
- das verwendete
Kaffeemehl war zu grob gemahlen
- die
Extraktionszeit wurde zu kurz gewählt.
Alle diese genannten Faktoren führen dazu, dass die Inhaltsstoffe, die dem
Espresso sein angenehm rundes Aroma geben, noch nicht optimal herausgelöst werden konnten.
- die
Espressomischung ist zu hell geröstet.
Die in der Espressomischung (v.a. in den Robusta-Bohnen der Espressomischung)
enthaltenen Säuren
wurden während der Röstung noch nicht optimal in Bitterstoffe abgebaut. Bei der Espressozubereitung kommen diese daher störend zur Geltung.
- das verwendete
(Leitungs-)wasser ist zu weich oder zu sauer
Fehlender Geschmack des Espresso
Ein lasch und nichtssagender
Espresso mit wenig Aroma kann folgende Fehlerquellen haben:
- es wurde
zu wenig Kaffeemehl verwendet
- der
Mahlgrad des Kaffeemehls ist zu grob gewählt worden. Durch beide Faktoren konnte sich der Brüh-Druck nicht optimal
aufbauen und die aromagebenden Inhaltsstoffe konnten nicht ausreichend herausgelöst werden.
- die Extraktionszeit war zu lange, es wurde also
zu viel Wasser für die Extraktion verwendet. Die zum richtigen Zeitpunkt optimal
herausgelösten Aromastoffe werden durch das viele Wasser leider wieder verdünnt und das Aroma des Espresso wird nichtssagend.
Weitere Faktoren für einen perfekten Espresso
Eine große Rolle spielen auch die nachfolgenden Faktoren, die wir hier allerdings voraussetzen:
- die optimale Qualität des verwendeten Wassers - zu hartes, zu weiches oder gar gechlortes Wasser "versaut" -
auf gut Schwäbisch gesagt - den Geschmack der besten Espressomischung
- die geeignete Technik der eingesetzten Espressomaschine - diese sollte die optimale Brühtemperatur von 92-95°C auch
erreichen können bzw. nicht überschreiten (und daher regelbar sein) und sie sollte idealerweise die Brüheinheit z.B. durch
ein Thermosyphon-System erwärmen
- die hohe Qualität der verwendeten Bohnen - die verwendete Kaffeesorte, der optimale Reifegrad der Kaffeekirschen
durch selektive Ernte (Picking-Methode), sowie die ideale Mischung der Kaffeesorten und die optimale Röstung der Espressomischung
(z.B. sortenreine Einzelröstung bei sehr unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen verwendeten Kaffeesorten, aber auch
der ideale Röstgrad - nicht zu hell (zu wenig der störenden Säuren werden abgebaut), aber auch nicht überröstet
(zu viele Bitterstoffe entstehen, die Bohnen werden zu ölig und schmecken verbrannt, der sogenannte zweite Knackpunkt
sollte daher bei der Röstung nicht erreicht worden sein).
